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Report, Dokumentation
RLF: Kunstprotest aus Berlin
arte
17.02.,
02:50 - 03:45
Infos
Synchronfassung, ARTE+7 Homepage: videos.arte.tv, Foto
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2013
Angeblich gibt es kein richtiges Leben im Falschen. Das spüren auch westliche Protestbewegungen wie Attac, Femen oder Occupy, wenn ihr Widerstand von kapitalistischen Unternehmen aufgesogen und in der Werbung vermarktet wird. Nicht nur Jeans lassen sich mit Models in Protestästhetik gut verkaufen. Da kommt jeder gegen den Kapitalismus geworfene Stein als Bumerang zu den Demonstranten zurück. Die Kunst-Protestbewegung RLF aus Berlin will nun den Kapitalismus mit eigenen Waffen schlagen. Ein Designprofessor, ein Künstler und eine Politaktivistin gehen dafür auf die Straße und kooperieren gleichzeitig mit großen Mode-Labels. RLF sucht das "richtige Leben im falschen", dreht den Spieß um und verkauft den Protest an den Kapitalismus. Wer mit viel Geld Kunst - und Designobjekte erwirbt, investiert in die Revolutionsbewegung. Der Filmemacher Alexander Dluzak begleitet die Kunst-Protestbewegung RLF seit den 1.-Mai-Demonstrationen 2013 in Berlin. Köpfe der Bewegung sind der Designprofessor Friedrich von Borries, der Künstler Mikael Mikael und die professionelle Politaktivistin Slavia. Anders als Occupy und andere kapitalismuskritische Organisationen positioniert sich RLF nicht außerhalb des kritisierten Systems, sondern nutzt bewusst dessen Mechanismen, um, so die Gründer, "den Kapitalismus mit eigenen Waffen zu schlagen". ARTE begleitet in dieser Dokumentation die Aktivitäten dieses Kunstprotestes bei der Zusammenarbeit mit großen Labels, Demonstrationen, Ausstellungsprojekten und den sich zwangsläufig ergebenden Konflikten. Am Ende steht die junge Bewegung vor einer Zerreißprobe: Kann man den Kapitalismus mit eigenen Waffen schlagen? Ist ein "richtiges Leben im falschen" wirklich möglich?
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